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Digitalisierung macht den Radsatzverschleiß berechenbar

Zustandsüberwachung und -prognose mit zedas®asset

Das ungleichmäßige Verschleißverhalten von Radsätzen bereitet Flottenmanagern und Werkstattleitern immer wieder Kopfzerbrechen. Fahrzeuge müssen kurzfristig aufgrund festgestellter Mängel außer Betrieb gesetzt werden, Werkstattressourcen stehen ad hoc nicht zur Verfügung. Hinzu kommen Probleme durch die langen Lieferzeiten von Radsätzen. Intelligente digitale Lösungen und erfahrene Datenanalysten machen den Radsatzverschleiß berechenbar.

Das Ende der technisch möglichen Nutzungsdauer von Radsätzen wird meist erst sehr spät, oft sogar nur kurz vor dessen Ablauf erkannt. Radsätze von Schienenfahrzeugen müssen großen Belastungen standhalten und unterliegen hohen Sicherheitsstandards. Sie verschleißen ungleichmäßig, in Abhängigkeit von der Witterung, den wirkenden Kräften im laufenden Betrieb, wie Bremsvorgängen, Steigungen und Kurvenfahrten, dem Schienenprofil und der Häufigkeit der Reprofilierung. Optimale präventive Messintervalle lassen sich nur schwer ermitteln.

Ungeplante Ausfälle von Fahrzeugen durch kurzfristig festgestellte Sicherheitsmängel an Radsätzen, nicht verfügbare Ersatzkomponenten oder Werkstattressourcen können die Folge sein. Neben unzufriedenen Kunden sind wirtschaftliche Schäden bis hin zu Pönalen für die Nichteinhaltung von Verkehrsverträgen zu verzeichnen. In Notsituationen werden mitunter Radsätze, Werkstattkapazitäten oder Fahrzeuge kurzfristig bei anderen Marktteilnehmern teuer eingekauft.

Die Lebensdauer von Radsätzen voll ausschöpfen

Die Digitalisierung bietet neue Chancen, die Nutzungsdauer von Radsätzen besser auszuschöpfen und damit die Verfügbarkeit von Fahrzeugen zu erhöhen. Digitale Assistenten wie zedas®asset verknüpfen hierzu datenbasierte Analysen, Zustands- und Grenzwertüberwachung sowie Asset Management in einer Plattform. Regelmäßig gewonnene Messdaten ermöglichen automatische Prognosen zum Verschleiß. Der Abgleich von Prognose- und Ist-Daten präzisiert die Vorhersage fortlaufend und selbstständig.

Der optimale Zeitpunkt für Messung, Reprofilierung oder Radsatzwechsel kann lange im Voraus bestimmt werden. Radsätze werden somit technisch voll ausgeschöpft, ungeplante Werkstattaufenthalte vermieden. Der digitale Assistent behält alle Fristen im Blick, benachrichtigt die Verantwortlichen automatisch über drohende Grenzwertverletzungen, überwacht Lagerbestände und gibt Bestellvorschläge. Dabei bezieht der smarte Helfer auch die oft hohen Lieferzeiten mit ein.

Screenshot Radsatzverschleiß mit Prognose big

Wenn Reprofilierung und Radsatzwechsel langfristig planbar sind, können alle Ressourcen frühzeitig zugewiesen werden. Radsatz und Material sind geliefert, ein Platz in der Werkstatt reserviert und das Fahrzeug ist bis zum letzten Tag vor dem Werkstatttermin betriebsbereit. Bestellungen können gebündelt und damit kostengünstiger realisiert werden. Unnötig hohe Lagerbestände werden vermieden. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass für den gesamten Messdaten- und Instandhaltungsprozess eine lückenlose ECM-konforme Dokumentation angelegt wird. Diese digitale Lebenslaufakte steht radsatzgenau und fahrzeugübergreifend zur Verfügung.

FAZIT

Intelligente, digitale Assistenten für Analyse, Zustandsüberwachung und Asset Management erhöhen die Verfügbarkeit und Sicherheit Ihrer Fahrzeugflotte. Die Instandhaltung von Radsätzen ist wirtschaftlicher und deutlich besser planbar, der optimale Zeitpunkt für Radsatzwechsel oder Reprofilierung von Schienenfahrzeugen genau bestimmbar.

 

Die Originalversion des Artikels wurde von Chris Richter, Senior Sales Manager bei ZEDAS, geschrieben und auf LinkedIn veröffentlicht.


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