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Gleiswaage und Yard Management integrieren

Verwiegung ohne Medienbrüche

GleiswaageDie Verwiegung von Güterwagen ist in vielen Verladestellen und Industriegleisen, Häfen und Umschlagterminals sowie Rangierbahnhöfen und Zugbildungsanalagen ein täglicher Routineprozess und gleichzeitig eine häufige Quelle für Medienbrüche. Gleiswaage und Betriebsführungs- und Versandsysteme sprechen in der Praxis oft nicht miteinander. Die Folge: Daten werden mehrfach erfasst, Wiegeergebnisse von Hand übertragen, Protokolle landen erst auf Papier und dann in verschiedensten Folgesystemen.

Mit dem Rail Yard and Terminal Management von Waynova wird aus diesem Nebenprozess ein nahtloser Teil der Rangierabwicklung

Die Ist-Situation: drei Medienbrüche pro Verwiegung

Ohne Integration zwischen Yard-System und Gleiswaage sieht der typische Verwiegungsprozess heute häufig noch so aus:

Der Rangiermitarbeiter geht zum Wägeterminal in der Nähe der Gleiswaage. Dort tippt er die Waggonnummern der zu verwiegenden Waggons manuell ein — jeder Waggon einzeln, jede Ziffer potenziell fehlerträchtig. Anschließend startet er den Verwiegungsprozess direkt am Terminal.

Nach der Verwiegung druckt die Waage ein Wägeprotokoll in Papierform. Dieses Protokoll wird vom Mitarbeiter mitgenommen — ins Leitstandbüro, ins Versandbüro, in die Disposition. Dort beginnt der dritte Medienbruch: Die Wiegeergebnisse werden in Excel-Tabellen, in Versandsoftware und in weitere Verwaltungstools übertragen. In manchen Betrieben gibt es punktuelle Einzelschnittstellen zwischen einzelnen Systemen — aber selten einen durchgängigen Datenfluss.

Das Ergebnis: hoher Personalaufwand, verzögerte Datenverfügbarkeit, Abhängigkeit von Einzelpersonen, die wissen, wohin welche Zahl gehört — und ein strukturelles Risiko für Tippfehler und falsche Zuordnungen.

Die Ausgangslage für die Integration

Der Kunde betreibt eine oder mehrere Gleiswaagen — etwa eine statische oder dynamische Waage. Die Waage ist physisch in einem konkreten Gleis verbaut. Jeder Waggon, der dort verwogen werden soll, muss durch einen Rangierprozess dorthin gebracht werden.

So funktioniert der integrierte Workflow

Unser Rail Yard and Terminal Management und die Software der Gleiswaage sind über eine Standardschnittstelle verknüpft. Das ermöglicht einen durchgängigen Prozess in sechs Schritten:

  1. Auftragserstellung: Der Disponent in der Leitstelle — oder alternativ der Rangierer selbst über das mobile Modul — legt einen Rangierauftrag inkl. Wiegevermerk an.
  2. Innerhalb des Auftrags (z. B. mit 10 Waggons) wählt der Anwender aus, welche Waggons verwogen werden sollen — alle oder einzelne, beispielsweise der 2., 3., 5. und 7. Waggon. Kein manuelles Abtippen von Waggonnummern am Terminal.
  3. Datenübergabe beim Start: Sobald der Lokführer den Prozess startet, übermittelt das System die notwendigen Stammdaten der selektierten Waggons sowie weitere Informationen — wie drückende oder schiebende Lok, automatisch an die Gleiswaage.
  4. Automatische Aktivierung: Die Gleiswaage verarbeitet die empfangenen Daten und aktiviert sich eigenständig für den Verwiegungsvorgang.
  5. Verwiegung: Die Lok fährt mit der Waggongruppe über die Gleiswaage. Genau die Waggons mit Wiegevermerk werden verwogen — ohne manuellen Eingriff.
  6. Rückübermittlung und Zuordnung: Die Wiegeergebnisse samt digitalem Wägeprotokoll kommen zurück ins Rail Yard and Terminal Management und werden automatisch dem jeweiligen Waggon und Transportauftrag zugeordnet. Kein Papierprotokoll, keine Nachbearbeitung in Excel.

 

Verwiegung mit und ohne Integration

Gleiswaage vorher vs nachher

 

Der Mehrwert im Überblick

  • Keine manuelle Dateneingabe im Prozess:
    Waggonnummern werden nicht mehr am Wägeterminal abgetippt — sie kommen aus dem Auftrag.
  • Schluss mit Papierprotokollen:
    Das Wägeprotokoll ist digital und sofort am Waggon verfügbar.
  • Keine Excel-Nacharbeit:
    Ergebnisse stehen direkt im System — bereit zur Datenübergabe an Versandsoftware, Verwaltungssysteme und Reporting.
  • Saubere Zuordnung:
    Jedes Wägeergebnis findet automatisch seinen Transportauftrag.
  • Flexibel vor Ort:
    Der Rangierer kann den Auftrag mobil selbst anlegen — besonders wertvoll in kleineren Teams.
  • Die Anbindung erfolgt, wenn möglich, über eine Standardschnittstelle.

Für wen ist das relevant?

Überall dort, wo Waggons regelmäßig verwogen werden müssen und gleichzeitig ein Yard- oder Terminal-Management im Einsatz ist: Rangierbahnhöfe, Hafenterminals, Chemiestandorte, Stahlwerke, Zuckerfabriken, Getreideumschlag, Holzverladung, Bergbau, Kombiterminals — kurz: jeder Werksanschluss oder Umschlagpunkt mit eigener Gleiswaage.

Nächster Schritt

Sie betreiben bereits eine Gleiswaage und möchten wissen, wie die Integration in Ihrem Setup konkret aussehen würde? Wir zeigen es Ihnen, in einer Live-Demo oder direkt an Ihrem Standort.